Der britische Hausbauer Persimmon hat entschieden, dass die Zukunft geradezu rosig aussieht, und hebt seine Jahresprognose an, wobei er die Politik von Premierminister Andy Burnham für einen möglichen 'Aufschwung' verantwortlich macht - selbst während der Iran-Krieg droht, die Kosten wie ein schlecht isoliertes Haus in die Höhe zu treiben.

Das FTSE-100-Unternehmen plant nun, bis zum Jahresende 12.500 neue Häuser zu bauen, was am oberen Ende seiner bisherigen Prognose liegt, denn nichts sagt 'Optimismus' wie mehr Häuser zu bauen, während die Kosten steigen. Burnhams Pläne, den Wohnungsbau anzukurbeln und die Kosten für klamme Verbraucher zu senken, lassen Persimmon 'gut positioniert' sein, um Wachstum zu erzielen, obwohl man argumentieren könnte, dass die 'einzigartigen Fähigkeiten' des Unternehmens auch ein Talent für Offensichtliches beinhalten: Großbritannien hat eine Wohnungsknappheit und Häuser sind unerschwinglich.

Persimmons Gewinn vor Steuern im ersten Halbjahr stieg um 15% auf 168 Millionen Pfund, mit einem Anstieg der gebauten Häuser um 13%, trotz 'herausfordernder' Marktbedingungen. Aber das Unternehmen warnt, dass der Inflationsdruck - einschließlich der durch den Nahostkonflikt - voraussichtlich 2027 zunehmen wird. Um dem entgegenzuwirken, ergreift Persimmon 'zusätzliche Managementmaßnahmen' wie Einkaufseinsparungen und Optimierung der Spezifikationen, was sich stark nach dem Umstellen von Deckstühlen auf der Titanic anhört, nur mit mehr Tabellenkalkulationen.

In der Zwischenzeit zeigen S&P-Global-Daten von Donnerstag, dass die Stimmung im britischen Bausektor im letzten Monat gestiegen ist, dank 'Hoffnungen auf eine Erholung der inländischen Wirtschaftslage' und 'Anzeichen einer verbesserten kurzfristigen Aussicht für die Kundennachfrage'. Denn nichts hebt die Stimmung eines Bauunternehmers mehr als die Möglichkeit eines Kunden, der sich tatsächlich etwas leisten kann.