Hannah und Max teilen sich seit Jahren die Finanzen 50/50, selbst wenn einer deutlich mehr verdient. Max, 31, ein Tech-Arbeiter, der zum Pizza-Unternehmer wurde, verdiente einst 70.000 Pfund, während Hannah im gemeinnützigen Sektor weniger verdiente. Ihre Lösung? Ein gemeinsames Konto, auf das alle Einkünfte fließen, gefolgt von gleichen persönlichen Ausgabenbudgets. „Wir sind uns gegenseitig keine Rechenschaft schuldig für Dinge wie Kleidung oder Kneipenbesuche“, erklärt Max, vermutlich ohne eine Spur von Ironie.
Diese finanzielle Utopie war nicht immer reibungslos. Max stammt aus einer Familie, in der „Geld völlig tabu“ war, was ihn ahnungslos in Gehaltsverhandlungen zurückließ. Hannahs Familie hingegen sprach offen über Finanzen. Beim Kauf ihres ersten Hauses mussten sie sich mit Grunderwerbsteuer und Anwaltskosten auseinandersetzen – Kosten, die in der feinen Gesellschaft offenbar nicht zur Sprache kommen.
Ihr System wurde auf die größte Probe gestellt, als Max letztes Jahr entlassen wurde und sie auf Hannahs Gehalt angewiesen waren (zwischen 40.000 und 60.000 Pfund, falls Sie neugierig sind). Sie kündigten Fitnessstudio-Mitgliedschaften und Sky TV, dann verwendete Max 20.000 Pfund seiner Abfindung, um einen Pferdeanhänger zu kaufen und in einen Pizza-LKW umzubauen. Das Geschäft erwirtschaftet nun monatlich 4.000 bis 6.000 Pfund, genug, um die Hypothek zu decken. Hannah wollte zunächst, dass er einen festen Job behält, aber sie „rechneten durch“ und entschieden, dass Kinderlosigkeit die perfekte Zeit für riskante Karriereschritte ist.
Eine Studie des Vermögensverwalters Quilter deutet darauf hin, dass fast die Hälfte der Paare die Finanzplanung nicht gleichberechtigt teilt – 46% handeln allein, und über 10% lassen einen Partner allein verantwortlich. Beziehungsexpertin Karen Doherty hat drei Ratschläge für den Einstieg in Geldgespräche, die vermutlich beinhalten, nicht zu warten, bis jemand eine Pizza-LKW-Quittung in der Hand hält.
Hannahs Rat: Fangt an, über Geld zu reden, bevor eine große Entscheidung das Gespräch erzwingt. „Fangt mit den kleinen Dingen an, wie euren Gehältern“, sagt sie, was bestimmt überhaupt nicht unangenehm ist.
The Good Times
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