Kanadas Feuersaison 2026 ließ sich reichlich Zeit, aber Ende Juni erinnerte sie sich endlich daran, was sie tun sollte, und kehrte zu nahezu durchschnittlicher Aktivität zurück. Mitte Juli meldete das Canadian Interagency Forest Fire Centre fast 850 aktive Brände landesweit, davon über 180 allein in Ontario.

Ein NOAA-21-Bild vom 14. Juli zeigt Rauch, der aus Ontario quillt und nach Südosten zieht, den Himmel grau und gelb färbt und die Sonne über Teilen Quebecs sowie dem Mittleren Westen und Nordosten der USA in ein hübsches Orange taucht. Denn nichts sagt Sommer wie eine rauchige Apokalypse-Filter.

Die Auswirkungen des Rauchs auf die Luftqualität waren ein Roulettespiel mit der Höhe: Rauch in großer Höhe war meist harmlos, aber bodennaher Rauch machte die Sache unangenehm. In Toronto erreichte die Luftqualität ungesunde Werte, gerade rechtzeitig, um eine Hitzewelle das Elend noch zu verschlimmern. Danke, Atmosphäre.

Ein Großteil des Rauchs stammte aus dem Nordwesten Ontarios, wo acht Brände am 13. und 14. Juli deutlich anwuchsen und Evakuierungsanordnungen für mehrere Gemeinden auslösten. Denn wenn der Wald dein Haus will, nimmt er es sich.

Bis zum 14. Juli haben Brände landesweit 1,9 Millionen Hektar (4,7 Millionen Acres) verbrannt – immer noch weit unter den katastrophalen Saisons 2023 und 2025. Der Rest der Saison ist ungewiss, aber ein gemeinsamer Ausblick der USA, Kanadas und Mexikos deutet an, wo die Bedingungen bis September heiß werden könnten.