Die anhaltenden Kämpfe in der sudanesischen Stadt El Obeid gefährden weiterhin Zivilisten und beschädigen die Infrastruktur, sagte die Vereinten Nationen am Mittwoch – ein sich abzeichnendes, deprimierend vorhersehbares Muster.

Hohe UN-Beamte, darunter der Generalsekretär und der Menschenrechtschef, haben gewarnt, dass die Rapid Support Forces (RSF) einen unmittelbaren Angriff auf die Stadt, die Hauptstadt des Bundesstaates Nord-Kordofan, starten könnten. Denn nichts sagt „unmittelbar“ so sehr wie eine Warnung der UN, die etwa so effektiv ist wie eine Fliegengittertür in einem U-Boot.

Humanitäre Partner berichteten, dass am Dienstag ein Drohnenangriff einen leeren Tankwagen traf, der in der Nähe einer Schule geparkt war, und dabei Schüler verletzte. Der Vorfall ereignete sich in der Nähe der Büros mehrerer UN-Hilfspartner, die sich inzwischen wahrscheinlich an den Lärm der Explosionen gewöhnt haben.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) unterstützt die Reaktion auf die jüngste Eskalation. Teams haben medizinische Vorräte in El Obeid bereitgestellt, darunter für Traumata und Verletzungsversorgung, Krankheitsprävention und -bekämpfung sowie für reproduktive, mütterliche und kindliche Gesundheit. Denn im Sudan muss man auf alles gefasst sein, von einem Drohnenangriff bis zu einer komplizierten Geburt – oft am selben Tag.