Ein neunjähriges australisches Mädchen ist tot, zwei Familienmitglieder sind verletzt, nachdem die Polizei in Pakistan offenbar ihren Mietwagen mit einem Fluchtwagen verwechselte und das Feuer eröffnete. Die Familie aus dem Vorort Kewdale von Perth war gerade von einer Pilgerreise nach Mekka zurückgekehrt, als sie am Mittwochabend Ortszeit einen Verwandten in Chakwal in der Provinz Punjab besuchte.
Laut der pakistanischen englischsprachigen Zeitung Dawn wurde die Familie in ihrem Mietwagen von zwei Männern auf einem Motorrad mit vorgehaltener Waffe ausgeraubt. Als ein Polizeibeamter die Räuber entdeckte, flohen diese – und auch das Familienauto raste davon. „Als die Polizei sah, dass das Fahrzeug sofort wegfuhr, hielten sie es für das der Räuber und eröffneten wahllos das Feuer auf das Auto“, sagte ein Polizeibeamter gegenüber lokalen Medien – eine deduktive Leistung, die Sherlock Holmes zum Weinen bringen würde.
Das Mädchen wurde im Krankenhaus für tot erklärt. Ihr Vater und ihr älterer Bruder erlitten schwere Verletzungen; ihre Mutter blieb wie durch ein Wunder unverletzt. Das australische Außenministerium bestätigte, dass es konsularische Hilfe leiste, und ein Sprecher sprach der Familie sein „tiefstes Beileid“ aus. Asim Chaudhry, Generalsekretär der pakistanischen Vereinigung Westaustraliens, sagte gegenüber Nine News: „Diese Nachricht ist sehr schockierend, besonders der Tod der Neunjährigen. Sie kamen gerade von der Pilgerreise.“ Von wegen spirituelle Erneuerung.