Riya Mahesh, beschrieben als eine 'wahnsinnig texanische Göre' und Medizinstudentin, hat zwischen dem Büffeln für ihre Prüfungen Zeit gefunden, eine einzigartige Art von Plunderphonics zu erschaffen – was eine schicke Umschreibung dafür ist, dass sie Lebensfetzen zu eingängigen Pop-Melodien sampelt. Ihr siebtes Projekt in sechs Jahren, *Blue Angel Sparkling Silver 2*, klingt, als wäre es aus Fragmenten ihrer eigenen Erinnerung zusammengesetzt, was entweder zutiefst künstlerisch ist oder ein Zeichen dafür, dass sie mehr Schlaf braucht. Auf 'Berlin' singt sie über einen untreuen Liebhaber zu einem verträumten Breakbeat und IDM-Glitches, während im Hintergrund so etwas wie eine Vorlesungsaufnahme läuft – denn warum nicht Liebesleben und Bildung multitasken? 'Star100' beginnt mit Flüstern und undeutlichem Lachen, bevor es ihren mehrspurigen Harmonien Platz macht, und gerade wenn man sich in der Seltsamkeit verliert, lässt sie auf 'Dealerz' (eine Kollaboration mit der dänischen Band A Good Year) einen wahnsinnig eingängigen Refrain fallen. Empfohlen, wenn man Grace Ives, Porter Robinson oder Grimes mag, und auf Tour in der EU/UK im November – vorausgesetzt, sie kann eine Auszeit von der Facharztausbildung bekommen.