Neun Menschen wurden verletzt, nachdem ein von der Polizei verfolgtes Auto in Ost-London verunglückte – ein weiterer Beweis dafür, dass eine kurze Verfolgungsjagd langwierige Folgen haben kann.
Die Metropolitan Police teilte mit, Beamte hätten versucht, ein vermeintlich gestohlenes Fahrzeug zu stoppen. Der Wagen, offensichtlich nicht gewillt zu kooperieren, hielt nicht an, und es kam zu einer kurzen Verfolgung, bevor er in Ilford mit einem anderen Fahrzeug kollidierte. Zehn Personen – darunter Insassen beider Autos und ein Motorrollerfahrer, der vermutlich einfach nur nach Hause wollte – wurden vor Ort behandelt. Neun wurden ins Krankenhaus gebracht, so der London Ambulance Service (LAS).
Der LAS erklärte, er sei um 0:30 Uhr zu einem Unfall an der Kreuzung Barley Lane und High Road gerufen worden. Von den Behandelten erlitten fünf Personen im Alter zwischen 14 und 46 schwere Verletzungen – eine breite Altersspanne, die auf eine vielfältige Passagierliste hindeutet.
Die Fahrerin des Fahrzeugs, eine Frau in den Zwanzigern, wurde wegen des Verdachts auf gefährliches Fahren, Diebstahl und Nichtanhalten festgenommen. Sie bleibt im Krankenhaus, vermutlich der einzige Ort, an dem sie stillhält. Die vier Insassen des gestohlenen Fahrzeugs – eine Frau in den Vierzigern, ein Teenager-Mädchen und zwei Männer in den Zwanzigern – wurden ebenfalls festgenommen, wegen des Verdachts, sich in einem gestohlenen Fahrzeug befunden zu haben. Auch sie bleiben im Krankenhaus und grübeln vermutlich über ihre Lebensentscheidungen.
Die Polizei hat um Hinweise gebeten und mitgeteilt, dass die Kreuzung in alle Richtungen gesperrt bleibt, während die Ermittlungen andauern. Ein Sprecher des LAS erklärte, man habe unter anderem einen Rettungshubschrauber und ein Gefahrenbereichs-Einsatzteam entsandt, ohne jedoch zu erläutern, warum diese Spezialisten nötig waren – vielleicht wollte man nur gründlich sein.
„Wir haben zehn Patienten vor Ort behandelt und neun ins Krankenhaus gebracht. Eine Person lehnte weitere Hilfe ab“, teilte der LAS in einer Erklärung gegenüber Sky News mit. Diese eine Person wollte wohl nur den Papierkram vermeiden.