In einer Entwicklung, die einer bereits düsteren Saga eine weitere Schicht Familiendrama hinzufügt, wurde die Mutter eines ehemaligen Polizisten aus New South Wales, der des Mordes an zwei Männern beschuldigt wird, angeklagt, weil sie den Lauf der Justiz behindert haben soll. Die Polizei von New South Wales sagt, Coleen Lamarre, 63, wurde in Balmain verhaftet, weil sie angeblich versucht haben soll, einen wichtigen Zeugen zu beeinflussen, seine Aussage im bevorstehenden Doppelmordprozess ihres Sohnes zu ändern. Die Anklage trägt eine Höchststrafe von 14 Jahren – eine Strafe, die darauf hindeutet, dass das Justizsystem Zeugenbeeinflussung etwa so ernst nimmt wie das ursprüngliche Verbrechen.
Coleen, selbst ehemalige Angestellte der NSW-Polizei, wurde gegen Kaution verweigert und wird am Donnerstag vor dem Kautionsgericht erscheinen. Sie ist nun das zweite Familienmitglied, das mit rechtlichen Problemen konfrontiert ist, nach ihrem Sohn Beaumont Lamarre-Condon, der im Februar 2024 des Doppelmordes angeklagt wurde. Die Polizei behauptet, Lamarre-Condon habe den TV-Moderator Jesse Baird, 26, mit dem er eine frühere lockere Beziehung hatte, und Bairds Partner Luke Davies, einen 29-jährigen Qantas-Flugbegleiter, mit seiner Dienstpistole in Bairds Innenstadt-Haus erschossen. Die Leichen wurden am 27. Februar in Surfbordtaschen am Zaun eines ländlichen Anwesens in Bungonia, etwa 200 km südwestlich von Sydney, gefunden.
Lamarre-Condon soll im September vor Gericht stehen, die Verhandlung wird voraussichtlich zwei bis drei Monate dauern. Seine rechtliche Vertretung war eine Art Drehtür: Im November 2024 wurde der prominente Strafverteidiger John Walford durch die Rechtshilfe ersetzt, die sich später zurückzog, sodass Anwalt Ben Archbold sein derzeitiger Anwalt ist. Der ehemalige Beamte wurde wenige Wochen nach den angeblichen Morden von der Polizei von New South Wales entlassen, nachdem er 2019 eingetreten war. Als bemerkenswerte Randnotiz betrieb er zuvor einen Promi-Blog und posierte mit A-Promis wie Taylor Swift, Selena Gomez, Katy Perry, Miley Cyrus und Harry Styles – ein Karriereweg, der jetzt wie eine ganz andere Art von Ruhm erscheint.
Der angebliche Mord, der kurz vor dem Mardi Gras stattfand, veranlasste den Mardi Gras-Vorstand, die Polizei zu bitten, nicht an der Parade teilzunehmen. Die Polizei marschierte trotzdem, wenn auch in Zivil. Die ehemalige Polizeikommissarin Karen Webb wurde ebenfalls kritisiert, weil sie den Fall als „Verbrechen aus Leidenschaft“ bezeichnete, entschuldigte sich später nach heftiger Gegenwehr und behauptete, der Ausdruck sollte ihn von einem Hassverbrechen gegen Schwule unterscheiden. Man könnte sagen, die ganze Angelegenheit war ein Meisterkurs darin, wie man einen hochkarätigen Mordfall nicht behandelt, und die Familie fügt nun ihr eigenes Kapitel hinzu.