Mistral will angeblich 3 Milliarden Euro, um Europas 'souveräne' KI-Alternative zu bleiben
Mistral AI strebt Berichten zufolge 3 Milliarden Euro bei einer Bewertung von 20 Milliarden Euro an, fast das Doppelte der letzten Runde, um zu beweisen, dass Europa auch im KI-Spiel mitspielen kann - nur mit weniger Milliarden und mehr Souveränität.
Das französische KI-Labor Mistral AI befindet sich Berichten zufolge in frühen Gesprächen über eine satte Finanzierungsrunde von 3 Milliarden Euro (etwa 3,5 Milliarden US-Dollar), so Bloomberg, das sich auf anonyme Quellen beruft, die eindeutig wissen, wie man ein Geheimnis bewahrt.
Die Finanzierungsrunde würde das Unternehmen mit rund 20 Milliarden Euro (etwa 23,15 Milliarden US-Dollar) bewerten, was fast dem Doppelten der 11,7 Milliarden Euro entspricht, die es im September beim Abschluss seiner Serie C wert war. Denn wer liebt nicht eine schöne Verdopplung der Bewertung?
Mistral, 2023 mit dem hochgesteckten Ziel gegründet, 'Grenz-KI in die Hände aller zu legen', verfolgt einen offeneren Ansatz als seine amerikanischen Pendants. Sie bieten einige grundlegende große Sprachmodelle mit offenen Gewichten an, sodass jeder sie nach Belieben anpassen kann. Für diejenigen, die ihre KI lieber eingeschränkt mögen, gibt es auch geschlossene Modelle für Programmierung, Stimmklonen und optische Zeichenerkennung.
In Zeiten der europäischen Technologie-Skepsis hat sich Mistral geschickt als 'souveräne' und einheimische Alternative positioniert. Sie bauen ein Rechenzentrum in der Nähe von Paris und haben Partnerschaften mit der französischen Armee, der Regierung von Luxemburg und mehreren großen europäischen Unternehmen geschlossen. Nichts sagt Souveränität so sehr wie das Anbiedern an das Militär.
Dennoch hat Mistral bisher nur etwa 4 Milliarden US-Dollar eingesammelt (laut PitchBook), was im Vergleich zu OpenAIs 186 Milliarden und Anthropics 161,25 Milliarden US-Dollar ein Tropfen auf den heißen Stein ist. Diese amerikanischen Labore werden auch viel höher bewertet, was widerspiegelt, wie weit sie bei Umsatz, Modellakzeptanz und Unternehmensnachfrage voraus sind. Aber hey, wer braucht schon Milliarden, wenn man Charme hat?
Mistral hat nicht sofort auf eine Anfrage um einen Kommentar reagiert, wahrscheinlich weil sie damit beschäftigt waren, ihre potenziellen Milliarden zu zählen.
The Good Times
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