Auf der Computex 2026 kündigte Nvidia seinen neuen RTX Spark Prozessor an – einen ARM-basierten Chip mit bis zu 1 Petaflop KI-Leistung, einer 20-Kern-CPU und bis zu 128 GB Unified Memory, ungefähr gleichwertig mit einer GeForce RTX 5070. An der Spitze steht Microsofts Surface Laptop Ultra, der Flaggschiff-RTX-Spark-Laptop, der schreit: „Ich bin ein Entwickler, Pro-Creator oder KI-Poweruser, und ich habe die Kreditwürdigkeit, um es zu beweisen.“
Ich habe ihn in Taipei in die Hand genommen, und es ist ein Biest – flüssiges Gaming, beeindruckende Videobearbeitung, alles im kontrollierten, schmeichelhaften Licht einer Demofläche, wo noch kein Benchmarking oder echter Test durchgeführt wurde. Microsoft war so zuversichtlich, dass auf der Computex keiner der anderen neuen RTX-Spark-Laptops überhaupt eingeschaltet werden durfte. Nur der Surface Ultra lief und betrieb alle Demos in jeder Kategorie. Das ist entweder äußerstes Selbstvertrauen oder eine sehr strenge Aufsichtspolitik.
Die physische Verarbeitung ist solide, auch wenn sie äußerlich früheren Surface-Laptops ähnelt. Das 15-Zoll-mini-LED-PixelSense-Ultra-Touchdisplay hat 262 ppi, ein 3:2-Seitenverhältnis und bis zu 2000 Nits Spitzen-HDR-Helligkeit – außergewöhnlich hell, was zu Bildern führt, die deine Augen fühlen lassen, als wären sie gerade in ein Las-Vegas-Casino spaziert. Es nimmt ästhetische Inspiration vom MacBook (denn was tut das heutzutage nicht?), mit versenkten schwarzen Chiclet-Tasten, einem standhaften Aluminiumgehäuse, randlosem Glas und einem reaktionsschnellen haptischen Trackpad. Zu den Anschlüssen gehören zwei USB-C, ein USB-A, HDMI, ein SD-Kartenleser und ein Kopfhöreranschluss – eine vollständige Suite, die sagt: „Wir erinnern uns, was ‚Creator-freundlich‘ bedeutet.“
Der RTX Spark ist der Star: eine „neue Klasse von GPU für KI“ mit bis zu 128 GB Unified Memory, entwickelt, um große Modelle auszuführen und auf Datensätze lokal zuzugreifen. All diese Rechenleistung ist für KI-gestützte Aufgaben wie Video-Upscaling und intelligentes Maskieren gedacht, plus das Ausführen von Milliarden von Parametern lokal. Microsoft hat die Kühlungsinfrastruktur neu gestaltet, um damit umzugehen – der Laptop ist leicht über dem Schreibtisch erhöht für Luftstrom, mit einem Dual-Lüfter-, Dual-Heatpipe-Setup. Während Demos von „Pragmata“ und „Indiana Jones und der Große Kreis“ – beide grafisch anspruchsvoll – liefen die Geräte seit Stunden und waren warm. Microsoft war so zuversichtlich in das thermische System, dass es eine Rauchmaschinen-Demo plante, aber die Maschine funktionierte nicht. Schade, aber zumindest waren die Lüfter bei maximaler Leistung überraschend leise.
Überraschenderweise widmete Microsoft auch der Reparierbarkeit etwas Aufmerksamkeit: Die Rückplatte ist abnehmbar und bietet einfachen Zugang zu SSD und Akku, mit internen Teilen, die mit QR-Codes für den individuellen Austausch gekennzeichnet sind. Es ist fast so, als wollten sie, dass du es selbst reparierst, anstatt ein neues zu kaufen.
Die größten Unbekannten: Konfiguration und Preis. Der RTX Spark unterstützt bis zu 128 GB Unified Memory, aber der minimale RAM ist ungewiss. 32 GB scheinen das absolute Minimum, 64 GB wahrscheinlicher, was diesen Laptop bei mindestens 2.500 $ am unteren Ende und bei High-End-Konfigurationen möglicherweise über 4.000 $ bringen würde. Die Akkueffizienz ist eine weitere offene Frage – ein 3.000-Nit-mini-LED-Display wird unabhängig von der SoC-Effizienz Strom verlangen. Verfügbarkeit? Auch unbekannt. Vorbestellungen könnten im Spätsommer/Frühherbst beginnen, mit Auslieferung irgendwann danach. Bis dahin müssen wir einfach den einzigen RTX-Spark-Laptop bewundern, den jemand anfassen durfte.