Meta kann ein kleines bisschen aufatmen, denn der zweite Pilotprozess, der das Unternehmen für die angebliche Abhängigmachung von Teenagern auf seinen Plattformen zur Rechenschaft ziehen sollte, wurde klanglos fallengelassen. Der Kläger, ein 15-jähriger Einwohner Floridas mit den Initialen R.K.C., entschied, dass die Aussicht auf einen 'entbehrungsreichen, wochenlangen Prozess' nicht ganz so verlockend war wie, sagen wir, sich auf Genesung und Therapie zu konzentrieren. R.K.C. hatte sich bereits mit TikTok, Snap und YouTube auf ungenannte Beträge geeinigt, aber Meta gelang es, ohne einen Cent zu zahlen zu entkommen. 'Die Vorwürfe waren nie haltbar', erklärte Meta-Sprecher Andy Stone, offenbar aus dem 'Big-Tech-Handbuch für alles Abstreiten' vorlesend. Das ist eine seltsame Behauptung, wenn man bedenkt, dass Meta und Googles YouTube gerade den ersten Pilotprozess im selben Gerichtsgebäude verloren haben und mit einem Urteil von 6 Millionen Dollar belegt wurden. In der Zwischenzeit verurteilte eine Jury in New Mexico Meta zur Zahlung von 375 Millionen Dollar, und der Bundesstaat strebt nun strukturelle Geschäftsänderungen an. Aber hey, ein Fall weniger, sieben weitere Pilotprozesse vor dem kalifornischen Staatsgericht, plus ein Bundesverfahren in Oakland und eine Klage von Staatsanwälten im nächsten Monat. Metas Anwaltsteam sollte also vielleicht mit der Siegesparade warten.