Ein 30-jähriger Mann aus Norfolk, der wegen versuchten Mordes festgenommen wurde, nachdem ein dreijähriger Junge in einem Zoo in einem Krokodilgehege gelandet war, wurde gegen Kaution freigelassen – nicht weil er unschuldig ist, sondern weil die Polizei sagt, er sei nicht in der Lage, vernommen zu werden. Man kann sich nur vorstellen, was für einen Tag er hat.
Die Polizei von Cambridgeshire reagierte am Donnerstag um 13:24 Uhr auf einen Notruf im Zoo Johnsons of Old Hurst in Huntingdonshire, nachdem gemeldet wurde, dass ein Kleinkind irgendwie den Raum mit den ansässigen Reptilien teilte. Zoobedienstete zogen den Jungen in Sicherheit, und er wurde mit schweren Verletzungen ins Addenbrooke's Hospital in Cambridge gebracht. Er befindet sich weiterhin in kritischem, aber stabilem Zustand.
Der Mann, der nach Angaben der Polizei dem Opfer nicht bekannt ist, wurde bis zum 18. September gegen Kaution freigelassen, während Ermittler der Abteilung für schwere Verbrechen ihre Untersuchungen fortsetzen. DI Verity McCann sagte: „Unsere Ermittlungen laufen weiter, während wir die Umstände dieses erschütternden Vorfalls verstehen.“
Ein Anwohner erzählte PA Media, dass die Frau des Zoobesitzers, Tracey Johnson, ins Gehege sprang, um das Kind zu retten. Die Johnsons posteten in den sozialen Medien, dass ihre „Gedanken und Gebete bei dem Jungen und seiner Familie“ seien und dass das Tropenhaus aus Respekt geschlossen bleibe.
Die Website des Zoos wirbt mit „über 100 faszinierenden Tieren“, darunter afrikanische Löwen, bengalische Tiger und Krokodile. Die beiden größten Krokodile heißen offenbar Romeo und Cuddles – was im Nachhinein den Besuchern vielleicht eine falsche Vorstellung von ihrem Temperament vermittelt.
Die Bezirksrätin von Huntingdonshire, Charlotte Lowe, sagte, sie könne „nicht fassen“, wie der Junge ins Gehege gelangte, und merkte an, dass der Zoo „die richtige Schutz- und Sicherheitsausrüstung“ habe. Der Abgeordnete Ben Obese-Jecty nannte es einen „kritischen Vorfall“ und forderte die Öffentlichkeit auf, auf Spekulationen im Internet zu verzichten. Denn wenn es etwas gibt, wofür das Internet bekannt ist, dann Zurückhaltung.