In einer atemberaubenden Demonstration kosmischer Übertrumpfung hat das James-Webb-Weltraumteleskop mit seinen Instrumenten NIRCam und MIRI ein neues zusammengesetztes Bild des Löwenkopf-Nebels (NGC 2392) aufgenommen. Dieser Nebel ist, wie sich herausstellt, der Überrest eines sonnenähnlichen Sterns, der schlichtweg nicht mit den Anforderungen der Kernfusion in seinem Inneren mithalten konnte – ein Gefühl, das jeder nachvollziehen kann, der je einen Montagmorgen erlebt hat. Der Stern stieß seine äußeren Gas- und Staubschichten ab und formte so diesen planetarischen Nebel, während ein heißer Sternkern, bekannt als Weißer Zwerg, in der Nase des Löwen verborgen bleibt. Astronomen raten davon ab, diese besondere Nase zu stupfen, da die intensive Strahlung des Weißen Zwergs das expandierende Gas ionisiert und die unregelmäßige Blase erzeugt, die das Gesicht des Löwen bildet. In der Zwischenzeit bilden Staubklumpen, die der Strahlung irgendwie standgehalten haben, und eine Wolke aus ionisiertem Gas die Mähne des Löwen. Diese neue, detailliertere Ansicht soll der Menschheit helfen zu verstehen, wie Gas und Staub miteinander und mit der Strahlung des Weißen Zwergs interagieren – denn offenbar brauchten wir ein löwenförmiges Objekt am Himmel, um das herauszufinden. Das Bild von morgen verspricht einen Wasserfall aus Licht, warum auch nicht?