Ein Mann wurde tot aufgefunden, während ein außer Kontrolle geratener Waldbrand in Nordgriechenland wütet und Evakuierungen aus dem nahe gelegenen Dorf Liti erzwingt. Die Leiche wurde in einem verkohlten Gebiet nahe Liti entdeckt, etwa 15 km nordwestlich von Thessaloniki, wo über 100 Feuerwehrleute gegen die Flammen kämpfen. Eine Frau erlitt zudem Verbrennungen an den Händen, nachdem sie Berichten zufolge versucht hatte, die Flammen selbst zu löschen – ein Schritt, der zwar mutig ist, aber von Brandschutzexperten nicht gerade empfohlen wird. Heiße und windige Bedingungen erschweren die Löscharbeiten, eine Flammenwand erstreckt sich über etwa 5 km Länge und breitet sich weiter aus. Die Ursache des Feuers, das gegen 14:30 Uhr Ortszeit ausbrach und sich schnell auf einen Wald ausdehnte, bleibt ungeklärt. Die Region stand am Dienstag unter einer hohen Waldbrandwarnung, wobei trockene Bedingungen und starker Wind zu wiederholten Aufflammen führten. Die Bewohner von Liti wurden zur Flucht aufgefordert, und der griechische Sender ERT berichtete von Sachschäden, als sich das Feuer auf das Dorf Melissochori zubewegte. Dies ist der jüngste Waldbrand in Griechenland, während sich das Land der Hauptreisesaison nähert – denn nichts sagt „Sommerurlaub“ wie die Flucht vor einer Flammenwand. Waldbrände sind in Griechenland zu einer düsteren jährlichen Tradition geworden, dank regelmäßiger Dürren und Hitzewellen.