GoPro-CEO Nick Woodman hat einen herzlichen Brief an die Kunden verfasst und darauf bestanden, dass die Herstellung von Kameras trotz der geplanten Übernahme durch Starman für 285 Millionen Dollar weiterhin die 'Kern-DNA' des Unternehmens sei. Die Fusion, die Anfang dieser Woche angekündigt wurde, soll GoPro offenbar 'stärker, leistungsfähiger und so großartig machen, wie wir (und ihr) es von uns erwarten' – was entweder sehr beruhigend oder zutiefst beunruhigend ist, je nachdem, wie tolerant man gegenüber Unternehmensfloskeln ist.

Woodman behauptet, der Deal werde GoPros Fähigkeit stärken, bei Content-Erstellungstechnologie zu innovieren, und merkt auch an, dass Starman helfen werde, 'wichtige Bereiche der nationalen Sicherheit im Zusammenhang mit Kameras, Optik und KI-Infrastruktur' anzugehen. Nichts sagt 'Wir halten immer noch eure epischen Skateboard-Stürze fest' so sehr wie eine Partnerschaft mit einem Verteidigungsunternehmen, um an KI für die nationale Sicherheit zu arbeiten.

Auffällig abwesend in dem Brief: jede Erwähnung des YouTubers Mark 'Markiplier' Fischbach, der kurz vor der Ankündigung der Übernahme zum größten Einzelaktionär von GoPro wurde. Vielleicht ist er zu beschäftigt damit, seinen Stoke zu zählen, um sich zu äußern.

In dem Brief versichert Woodman der Gemeinschaft, dass der 'kollektive Stoke' von GoPro sicher sei, und verweist auf über 2.500 Patente, die in den letzten 24 Jahren angesammelt wurden, als Beweis für ihre unermüdliche Innovation. Er verspricht mehr Kameras, intelligenteres Zubehör und Software, die das Erfassen, Bearbeiten und Teilen eurer Erlebnisse 'einfacher und aufregender als je zuvor' machen wird.

Der Brief endet mit einem Schlachtruf: 'Sei ein HELD...GoPro.' Denn nichts sagt Held wie ein Unternehmen, das von einer Verteidigungsfirma absorbiert wird, während es euch versichert, dass die Kameras weiterkommen werden, nur eben mit einem Hauch von KI für die nationale Sicherheit.