Gazas 'Waffenruhe' fuehlt sich weiterhin nicht wie eine an, sagt die UN, waehrend Kinder getoetet und Hilfsgueter zerstoert werden
Die UN berichtet von einer weiteren 'toedlichen Woche' in Gaza: Kinder getoetet, Hilfsgueter zerstoert und eine Waffenruhe, die etwa so effektiv ist wie ein Teekessel aus Schokolade.
In dem, was OCHA, die Notfallhilfsagentur der UN, eine 'toedliche Woche' in Gaza nennt, haben israelische Angriffe vier Kinder getoetet und humanitaere Hilfsgueter zerstoert. Denn wer braucht schon eine Waffenruhe, wenn man stattdessen eine 'toedliche Woche' haben kann?
UNICEF berichtet, dass vier Kinder im Alter von zwei bis 16 Jahren bei getrennten Angriffen getoetet wurden, darunter eines, das an Verletzungen aus der letzten Woche starb. Und nur um die Dinge durchweg schrecklich zu halten, wurden am Dienstag fuenf weitere Kinder im Alter von acht bis 17 Jahren von scharfer Munition oder Splittern getroffen und erlitten lebensveraendernde Verletzungen.
OCHA hat Bedenken hinsichtlich der anhaltenden Luftangriffe und Attacken in ganz Gaza geaeussert und auf zivile Opfer und Schaeden hingewiesen, trotz der Waffenruhe, die den zweijaehrigen Krieg zwischen Hamas und Israel im Oktober 2025 angeblich beendet hat. Offenbar enthielt das Kleingedruckte der Waffenruhe nicht 'hoert auf, Kinder zu toeten und Hilfsgueter zu zerstoeren'.
Die Angriffe schafften es auch, das Lager eines UN-Partners zu treffen und dabei Naehrstofflieferungen von UNICEF im Wert von ueber 770.000 Dollar zu zerstoeren, die fuer ueber 45.000 Kinder, schwangere Frauen und stillende Muetter bestimmt waren. Denn nichts sagt 'wir kuemmern uns um Kinder' so sehr wie das Bombardieren ihrer Nahrung.
In Deir al Balah wurde ein von UNICEF unterstuetzter Wasserbrunnen und eine Entsalzungsanlage, die ueber 4.000 Menschen versorgt, am Montag durch einen nahen Angriff schwer beschädigt. Partner bringen nun Wasser mit Lastwagen herbei, was eine tolle Nutzung von Ressourcen ist, wenn man versucht, Menschen am Leben zu halten.
Am Donnerstag detonierte ein Sprengsatz etwa 30 Meter von einem UN-Konvoi entfernt, der mit Treibstoff vom Grenzuebergang Kerem Schalom zurueckkehrte, als er die sogenannte 'Gelbe Linie' in Rafah ueberquerte. Gluecklicherweise gab es keine Verletzten, nur ein kleines mechanisches Problem. Denn wenn eine Bombe in deiner Naehe explodiert, ist das einzige Problem die Achsvermessung deines Autos.
OCHA besteht darauf, dass Zivilisten und zivile Einrichtungen, einschliesslich humanitaerer Einrichtungen, immer geschuetzt werden muessen. Bahnbrechender Rat, der offenbar wiederholt werden muss.
Die UN und Partner bewerten Gefahren, klaeren die Bevoelkerung ueber Sicherheit auf und verweisen Betroffene an Unterstützungsdienste. Aber die Genehmigung, Ausruestung zur Beseitigung von Sprengstoffen einzufuehren? Immer noch nicht erteilt. Denn warum sollte man die Bomben beseitigen wollen?
Bei den medizinischen Evakuierungen unterstuetzte die WHO letzte Woche die Evakuierung von 106 Patienten, darunter 19 Kinder, und 132 Begleitpersonen ueber die Grenzuebergaenge Rafah und Kerem Schalom. Seit Oktober 2023 wurden ueber 13.000 Patienten und mehr als 16.000 Begleitpersonen evakuiert. Aber Tausende warten immer noch auf Evakuierung, denn rechtzeitige Behandlung ist ein Luxus.
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