Peec AI, eines der aufstrebenden Berliner Frühphasen-Startups, hat laut internen Dashboard-Daten, die von TechCrunch eingesehen und verifiziert wurden, die 10-Millionen-Dollar-Marke beim annualisierten Umsatz geknackt. Das bedeutet eine mehr als Verdopplung der Umsatzentwicklung innerhalb weniger Monate – ein Tempo, das selbst einen ehemaligen E-Sport-Profi stolz machen würde.

Das Unternehmen hatte vor sechs Monaten seine Series A über 21 Millionen Dollar abgeschlossen. CEO Marius Meiners lehnte es zuvor ab, die Bewertung preiszugeben (verriet nur, dass sie über 100 Millionen Dollar lag), merkte jedoch an, dass Peec in den ersten zehn Monaten nach dem Start den Umsatz auf über 4 Millionen Dollar gesteigert hatte. Jetzt rast es auf über 10 Millionen Dollar zu, denn anscheinend passiert das, wenn man tatsächlich auf die Zahlen achtet.

Peec hilft Marken, ihre Sichtbarkeit in KI-Suchen zu verfolgen und zu verbessern – denken Sie an SEO, aber für generative Engines wie ChatGPT. Das Unternehmen mit Sitz in Berlin hat kürzlich ein Büro in New York eröffnet, denn warum sollte man seinen Hauptsitz auf nur eine teure Stadt beschränken?

„Gründer verfolgen heutzutage den Umsatz viel genauer“, sagte Christoph Klink, Partner bei Antler, von der Hotel-Lobby-Bar während einer ereignisreichen Woche für Berlins Tech-Ökosystem. Er erwähnte beiläufig Peec AI als eines der erfolgreichsten Unternehmen in seinem Portfolio, neben Lovable und anderen.

Klink erklärte, dass Erfolg heute durch Wachstum definiert werde, nicht durch Bewertung – eine Lektion, die man aus der Überschwänglichkeit von 2021 und der anschließenden schmerzhaften Rückkehr zur Realität gelernt habe. Startups unterhalten nun ständig Dashboards über den Umsatzfortschritt, die manchmal für alle Mitarbeiter sichtbar sind, wie es bei Peec der Fall ist. Für manche Gründer erfordert das Anpassung; für Meiners, einen ehemaligen Top-100-Spieler von League of Legends, ist es einfach die Art, ein Gewinnerteam aufzubauen.

Peec verfolgte auch einen innovativen Ansatz bei der Einstellung in Berlins wettbewerbsintensivem Markt: Es investierte in Werbetafeln – nicht nur für Kunden, sondern auch für Bewerber. Strategisch vor anderen Technologieunternehmen in der ganzen Stadt platziert, signalisieren diese Tafeln, dass es sich lohnt, zu Peec zu wechseln. Laut Klink ist diese Signalisierung besonders wichtig im aktuellen KI-Zyklus, in dem Unternehmen auf aufkommende Trends wie KI-Suche aufspringen.

Diese Wette auf Unterströmungen erklärt, warum Portfoliounternehmen wie Peec AI und Lovable nicht nur den ARR genau verfolgen, sondern manchmal auch Umsatzmeilensteine öffentlich bekannt geben, obwohl sie absolut keine Verpflichtung dazu haben. „Das ist eine Möglichkeit zu zeigen, dass es funktioniert“, sagte Klink. „Es zeigt auch einen Fokus auf Wachstum, der die Kultur prägt.“ Oder, wie wir anderen es nennen, einen guten Grund zum Feiern.