Die australische Regierung hat beschlossen, dass es vielleicht doch nicht die beste Strategie war, giftigen Löschschaum ins Grundwasser von 28 Militärstützpunkten sickern zu lassen, und verklagt nun den Hersteller 3M auf 2 Milliarden Dollar – in dem, was sie als die 'größte' Klage wegen PFAS-Kontamination bezeichnet. Generalstaatsanwalt Mark Dreyfus gab bekannt, dass die Regierung Schadensersatz zur Deckung der Reinigungskosten fordert, was beweist, dass selbst das Verteidigungsministerium einen Preisschock bekommen kann, wenn es um ewige Chemikalien geht.
In der Zwischenzeit erwägt die Regierung in einer ebenso bürokratischen Schlacht neue Regeln, die Banken, Telekommunikationsanbieter und digitale Plattformen zwingen würden, Opfer kleinerer Betrügereien – unter 3.000 Dollar – automatisch zu entschädigen. Denn offenbar reicht das derzeitige System 'Tut mir leid, du bist drauf reingefallen' nicht aus. Der Betrugsschutzrahmen der Labour-Partei würde automatische Zahlungen für nachgewiesene kleinere Verluste vorsehen, während sechsstellige Anlage- und Liebesbetrügereien ein traditionelleres Streitbeilegungsverfahren erfordern würden. Wie ein Beamter anmerkte, sei das Ziel, Australien nicht zu einem 'weichen Ziel' für Betrüger zu machen, während man gleichzeitig nicht mehr für Streitbeilegungsverfahren ausgeben wolle, als der Betrug selbst gekostet hat.
Und in einer beeindruckenden Demonstration politischer Selbstwahrnehmung stellte die Regierung auch klar, dass Steuergelder nicht für private Geschäfte oder persönliche Aktivitäten verwendet wurden – denn nichts sagt 'wir sind auf Ihrer Seite' wie eine defensive Klarstellung, die niemand verlangt hat.