Anthropic hat seinen Investoren mitgeteilt, dass es im zweiten Quartal mit einem Umsatz von rund 10,9 Milliarden Dollar rechnet – mehr als das Doppelte des Vorquartals – und damit erstmals einen operativen Gewinn erzielen wird, so das Wall Street Journal. Das ist ein bemerkenswerter Meilenstein und ein beeindruckend schnelles Quartalswachstum, das das Unternehmen möglicherweise in eine komfortablere Position gegenüber seinem Hauptkonkurrenten OpenAI bringt. Allerdings berichtet das WSJ auch, dass diese Rentabilität möglicherweise nicht das ganze Jahr anhalten wird, aufgrund der massiven Rechenkosten, die das Unternehmen eingeplant hat. Diese Finanzprognosen wurden den Investoren im Rahmen einer aktuellen Finanzierungsrunde mitgeteilt.
Das Startup hat im vergangenen Jahr erheblich an Popularität gewonnen, wobei mehr Fachleute eine Vorliebe für seinen Chatbot Claude äußern. Anthropic hat auch daran gearbeitet, seinen Kundenstamm zu diversifizieren, und kündigte einen neuen Service für Kleinunternehmer und neue Tools für Anwaltskanzleien an. Interessanterweise wurde diese Nachricht über Anthropics potenzielle Rentabilität am selben Tag veröffentlicht, an dem Berichte auftauchten, dass OpenAI wahrscheinlich bald einen Börsengang anmelden wird. Anthropic lehnte eine weitere Stellungnahme ab, vermutlich weil es zu sehr damit beschäftigt war, imaginäres Geld zu zählen.