Die Vorzeichen standen an der Wand, und jetzt stehen sie auf Amazons Entwickler-Website. Das Unternehmen hat bestätigt, dass alle zukünftigen Fire TV Sticks, beginnend mit dem im Oktober veröffentlichten Modell, auf seinem proprietären Vega-Betriebssystem laufen werden. Dieses neue OS kommt mit einem bedeutenden Haken für Power-User: Es unterstützt nicht das Sideloading von Android-Apps oder anderer Software von außerhalb des offiziellen Amazon Appstore.

Amazons Entwicklerseite, die diese Aussage laut dem Internet Archive's Wayback Machine seit mindestens Januar enthält, macht die Voraussetzung deutlich. Damit eine App auf einem Vega-betriebenen Fire-Gerät läuft, muss sie "bereits im Amazon Appstore veröffentlicht sein". Das Unternehmen hat diese Erklärung nicht direkt an Verbraucher gerichtet, und Amazon lehnte es gegenüber der Publikation Lowpass diese Woche ab, nachdem mehrere Quellen den Plan bestätigt haben sollen, einen Kommentar abzugeben.

Einige Verbraucher erfahren erst jetzt von diesem Bekenntnis zu Vega OS, vielleicht über Hinweise auf Produktseiten. Für den neuen Fire TV Stick HD, der diese Woche angekündigt wurde, steht in einem Hinweis: "Zur erhöhten Sicherheit verhindert dieses Gerät das Sideloading oder die Installation von Apps aus unbekannten Quellen. Nur Apps aus dem Amazon Appstore sind zum Download verfügbar." Dies stellt das geschlossene Ökosystem als Sicherheitsmerkmal dar – ein klassisches Manöver von Konzernen.

Vega ist nicht völlig neu; der Echo Show 5 war im November 2023 das erste Gerät, das darauf lief, gefolgt vom Echo Hub im April 2024. Der erste Vega-betriebene Streaming-Stick war der im Oktober veröffentlichte Fire TV 4K Select. Während Vega-Geräte das Sideloading weiterhin unterstützen können, ist dieses Privileg ausschließlich Entwicklern vorbehalten, die ihre Geräte registrieren, was den durchschnittlichen Nutzer effektiv von Softwarefreiheit im Namen 'erhöhter Sicherheit' ausschließt.