Hilfsorganisationen haben am Freitag auf die massiven Bedürfnisse in Venezuela hingewiesen, die durch eine doppelte Erdbebenkatastrophe verursacht wurden, bei der bisher mindestens 235 Menschen ums Leben kamen, während die Suche und Rettung von Verschütteten weiterhin oberste Priorität hat.

Insgesamt könnten bis zu 6,8 Millionen Menschen von dem Notstand am Mittwoch betroffen sein, basierend auf den neuesten verfügbaren Bevölkerungs- und Schadensprognosen, so die UN-Migrationsbehörde IOM. Mehr als 41.000 Menschen wurden zudem über ein Online-Portal als vermisst gemeldet.

Und während berichtet wird, dass Retter in einigen Bebengebieten mit bloßen Händen graben, sind die Menschen „immer noch zu verängstigt, um in ihre einstigen Häuser oder andere Gebäude zurückzukehren“ und brauchen Hilfe, berichtete der UN-Partner Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC). Die IFRC stellte fest, dass psychologische Unterstützung inzwischen genauso wichtig ist wie Grabungsgeräte, da Häuser zu Objekten der Angst statt des Schutzes geworden sind.