Neko Health, das von Spotify-CEO Daniel Ek und Hjalmar Nilsonne mitgegründete Körperscan-Startup, bringt seine High-Tech-Gesundheitschecks in die USA. Am 24. September eröffnet das Unternehmen sein erstes amerikanisches Büro an einem Ort, der den Geist des Vorhabens perfekt einfängt: SoHo, Manhattans Tempel des Luxusshoppings, in der Lafayette Street 300. Denn nichts sagt „Wellness“ wie ein Vermögen für einen Scan in derselben Nachbarschaft auszugeben, in der man auch eine Handtasche für 2.000 Dollar kaufen kann.

Für Uneingeweihte: Neko Health nutzt eine proprietäre Körperscantechnologie, kombiniert mit Blutwerten und Daten von Fitnessgeräten, um ein umfassendes Bild Ihrer Gesundheit zu erhalten. Es ist wie eine wirklich gründliche jährliche Untersuchung, aber mit mehr Technik und vermutlich weniger kaltem Stethoskop. Das Unternehmen hat bereits Standorte in Großbritannien und Schweden und behauptet, dass sich mehr als 25.000 New Yorker auf die Warteliste für den SoHo-Standort gesetzt haben. Das sind viele Menschen, die darauf brennen, gescannt zu werden, oder vielleicht nur darauf, in SoHo gesehen zu werden.

Neko ist nicht allein mit diesem Trend, dass Tech-Gründer und Risikokapitalgeber in den Gesundheits-Scan-Pool eintauchen. Midjourney, das KI-Labor, das für seine Bild- und Videogenerierung bekannt ist, entwickelt ebenfalls einen Körperscanner, den es bis 2027 in ein Spa-Erlebnis in San Francisco integrieren will. Denn nichts sagt „Entspannung“, wie wenn eine KI Ihre Muttermale analysiert. Tony Robbins und Peter Diamandis haben Fountain Life, ein Langlebigkeitsunternehmen, das Scans und Gesundheitsbewertungen anbietet. Und Function Health, mitgegründet vom Wellness-Podcaster Dr. Mark Hyman, begann mit Bluttests und fügte nach der Übernahme des Startups Ezra Körperscans hinzu. Function Health hat kürzlich einen Kredit über 450 Millionen Dollar vom Customer Value Fund von General Catalyst aufgenommen, bei dem die Rückzahlung auf Gewinnbeteiligung basiert. Denn warum nicht die eigenen Gesundheitsdaten auf kreative neue Weise monetarisieren?

Neko hat letzten Monat in einer Serie-C-Runde satte 700 Millionen Dollar eingesammelt und damals angegeben, dass bereits 100.000 Menschen gescannt wurden. Mit der US-Expansion wird diese Zahl sicherlich wachsen, denn anscheinend können wir nicht genug davon bekommen, uns von Maschinen sagen zu lassen, was mit uns nicht stimmt.