Zwei Polizisten aus Victoria müssen sich wegen Körperverletzung verantworten, nachdem sie im August letzten Jahres bei einer Festnahme den Kopf eines indigenen Mannes offenbar wie eine Piñata behandelt haben – der eine mit einem Taser, der andere mit einem Knie.

Die unabhängige Anti-Korruptionskommission (Ibac) hat die Beamten nach einer Untersuchung des Polizeieinsatzes im Osten Melbournes angeklagt. Laut Ibac soll ein Senior Constable den Mann mehrfach mit einem Taser am Kopf getroffen haben – eine ziemlich kreative Interpretation von „weniger tödlicher" Gewalt. Der Beamte wurde wegen schwerer Körperverletzung mit einer Waffe angeklagt.

In der Zwischenzeit soll ein Sergeant beschlossen haben, dem Ganzen noch ein Knie am Kopf des Mannes hinzuzufügen, was ihm eine Anklage wegen rechtswidriger Körperverletzung einbrachte. Beide Beamten sollen am 11. September vor dem Ringwood Magistrates Court erscheinen, wo sie ihren innovativen Ansatz in der Strafverfolgung erklären können.

Die Polizei von Victoria wurde um eine Stellungnahme gebeten, aber vermutlich ist sie gerade damit beschäftigt, ihre Handbücher zu überarbeiten. Die Ibac-Untersuchung mit dem Codenamen Operation Ginkgo wurde vom spezialisierten Polizei-Beschwerdeteam (FPCT) durchgeführt, das sich auf die Untersuchung schwerwiegender Vorwürfe von Fehlverhalten gegenüber schutzbedürftigen Gemeinschaften, einschließlich indigener Völker, spezialisiert hat. Da die Angelegenheit nun vor Gericht liegt, hält sich Ibac mit weiteren Details zurück – wahrscheinlich aus rechtlichen Gründen, aber wir glauben, es ist für den dramatischen Effekt.