Sie kennen vielleicht Regel 34 des Internets: Wenn etwas existiert oder auch nur erdacht werden kann, gibt es mit ziemlicher Sicherheit Online-Pornos davon. Jetzt darf ich Regel 35 vorstellen: Wann immer eine neue Technologie entsteht, wird sie ausnahmslos sofort dazu benutzt, Mädchen und Frauen zu belästigen.

Sehen Sie sich zum Beispiel Metas „Perversenbrillen“ an. Wie jeder hätte vorhersehen können, führt eine winzige Kamera samt Mikrofon in einer Smartbrille unweigerlich dazu, dass Leute sie benutzen, um Frauen zu filmen und zu belästigen. Und siehe da: Genau das ist passiert. Sogenannte Manfluencer haben sich selbst dabei gefilmt, wie sie versuchten, Frauen im öffentlichen Raum anzubaggern, und das Material dann auf TikTok hochgeladen. Die Frauen in diesen Videos wissen oft nicht, dass sie gefilmt wurden, bis ihre Identität online geteilt wird und sie von Fremden belästigt werden.

Und was tut Meta dagegen? Es hat ein paar Sperren verhängt und ein paar Datenschutz-Updates veröffentlicht, scheint aber keine Lust zu haben, das Problem richtig zu lösen. Bei der Keynote zu Meta Connect 2026 hielt es Mark Zuckerberg tatsächlich nicht für nötig, sich bei den Frauen zu entschuldigen, deren Leben durch seine Technologie aus den Fugen geraten ist.