OpenAI, das Unternehmen, das uns ChatGPT und eine scheinbar endlose Parade immer leistungsfähigerer KI-Modelle beschert hat, steigt Berichten zufolge mit einem Telefon ins Hardwaregeschäft ein. Warum auch nicht? Laut dem Supply-Chain-Analysten Ming-Chi Kuo, der von MacRumors entdeckt wurde, treibt OpenAI die Entwicklung des Geräts voran und strebt eine Massenproduktion Anfang 2027 an.

Was für ein Telefon wird das sein? Eines, das vermutlich sehr gut als Telefon funktioniert, aber auch sehr gut darin ist, KI auszuführen. Kuo sagt, es werde auf einer "angepassten Version des [MediaTek] Dimensity 9600" laufen, einem Chip, der diesen Herbst erwartet wird, nach dem Dimensity 9500, der das Vivo X300 Pro und das Oppo Find X9 Pro antreibt. Das herausragende Merkmal ist jedoch der Bildsignalprozessor (ISP) mit "verbessertem HDR", von dem Kuo behauptet, er werde die "realen visuellen Erfassungsfähigkeiten" des Telefons steigern. Übersetzung: Es wird die Welt besser sehen, vermutlich um die KI-Overlords zu füttern.

Das Telefon könnte außerdem mit LPDDR6-Speicher, UFS-5.0-Speicher und einer "Dual-NPU-Architektur" ausgestattet sein, um verschiedene KI-Berechnungen – wie Sprache und Vision – gleichzeitig auszuführen. Denn ein neuronales Verarbeitungselement ist einfach nicht genug, wenn man gleichzeitig chatten und sehen will.

Kuo prognostiziert, dass die kombinierten Auslieferungen 2027–2028 rund 30 Millionen Einheiten erreichen könnten. Das würde OpenAIs Telefon in dieselbe Verkaufsklasse wie ein typisches Samsung-Flaggschiff bringen – eine kühne Behauptung für ein Unternehmen, dessen erstes Hardwareprodukt... ein Telefon ist. Aber hey, wenn man schon disruptieren will, warum nicht den am stärksten gesättigten Markt der Technologiebranche?