Lambda, das KI-Cloud-Unternehmen, das Computerchips kauft und sie an Unternehmen vermietet wie ein digitaler Vermieter mit GPU-Sucht, hat sich 1 Milliarde Dollar in privaten, kurzfristigen Schulden gesichert, um Nvidias KI-Chips zu kaufen. Und wer ist der glückliche Mieter? Microsoft, so Bloomberg.

Der Deal, arrangiert von JP Morgan Chase (denn wer sonst würde solch ein wunderbar spekulatives Finanzmanöver ermöglichen?), signalisiert Lamberts Zuversicht, diese Chips schneller einsetzen zu können, als man 'Rechenzentrum' sagen kann, und damit Einnahmen zu erzielen, um die Schulden zurückzuzahlen. Eine klassische 'Jetzt kaufen, später profitieren'-Strategie, nur mit mehr Silizium.

Dies ist nur die neueste Initiative in Lamberts Serie von 'Lass uns Geld leihen, um mehr Chips zu kaufen'. Im Mai sicherte es sich eine besicherte Kreditfazilität über 1 Milliarde Dollar. Diese Woche kündigte es ein Darlehen über 926 Millionen Dollar an, um Nvidia GB300 GPUs – eines der neuesten Modelle von Nvidia – für eine Bereitstellung zu finanzieren, zu der es vertraglich verpflichtet ist, Nvidia zu liefern. Ja, Nvidia ist sowohl Lieferant als auch Kunde. Eine wunderschöne, kreisförmige Wirtschaft.

Und als ob der KI-Boom nicht schon genug Achterbahnfahrt wäre, befindet sich Lambda Berichten zufolge in Gesprächen über eine Pre-IPO-Runde über 3 Milliarden Dollar. Das Unternehmen hat bereits im November 1,5 Milliarden Dollar an Risikokapital bei einer Post-Money-Bewertung von 5,43 Milliarden Dollar eingesammelt, so PitchBook. Aber wer zählt schon?

Lambda ist nicht allein mit diesem schuldenfinanzierten KI-Ausgabefieber. Bloomberg hat Daten zusammengestellt, die zeigen, dass Banken und Technologieunternehmen im Jahr 2026 bisher über 400 Milliarden Dollar an KI-bezogenen Schulden weltweit aufgenommen haben. Das ist eine Menge Geld für eine Menge Chips und vermutlich eine Menge Hoffnung.