In einer Entwicklung, die sich wie die Eröffnungsszene eines dystopischen Sci-Fi-Films anhört, schlüpfen Babyküken jetzt nicht aus Eiern, sondern aus transparenten 3D-gedruckten Plastikbechern am Hauptsitz von Colossal Biosciences in Dallas. Das Biotech-Unternehmen behauptete gestern, es habe ein „vollständig künstliches Ei“ entwickelt – als Teil seines ehrgeizigen und, wie manche sagen, übertriebenen Versuchs, ausgestorbene Vogelarten wie den Dodo und den Riesenvogel Moa wiederzubeleben. Während einige Wissenschaftler über den Durchbruch die Augen verdrehen, könnte die Technologie einen frühen Schritt in Richtung künstlicher Gebärmutter darstellen, was je nach Toleranz gegenüber laborgezüchtetem Leben entweder aufregend oder erschreckend ist.
In der Zwischenzeit hat Elon Musk seinen richtungsweisenden Rechtsstreit gegen OpenAI verloren, der sich um Vorwürfe drehte, dass die Mitbegründer Sam Altman und Greg Brockman ihn über die gemeinnützige Mission des Unternehmens getäuscht hätten. Die KI-Reporterin und Anwältin Michelle Kim, die den Prozess für die MIT Technology Review verfolgte, schloss sich Chefredakteur Mat Honan an, um das Gerichtsdrama in einer exklusiven Roundtables-Diskussion zu analysieren. Abonnenten können sich jetzt die vollständige Aufzeichnung ansehen – vermutlich während sie „Hab ich’s doch gesagt“ in ihre Bildschirme murmeln.
In anderen Nachrichten zur konservierten Biologie: Das Gehirn von L. Stephen Coles liegt in einem Tank in einer Lagereinrichtung in Arizona, seit über einem Jahrzehnt bei knackigen −146 °C gehalten, und wartet geduldig auf die Wiederbelebung. Sein Freund, der Kryobiologe Greg Fahy, glaubt, dass eine Wiederbelebung möglich ist, obwohl andere Experten weniger optimistisch sind. Dennoch könnte Fahys Forschung zu neuen Wegen führen, das Gehirn zu untersuchen, und die Kryokonservierung für Organtransplantationen wird zu einer praktikablen Realität – also ist dieses Gehirn vielleicht nicht nur ein sehr teurer Eiswürfel.
Die Grenzen von LLMs treiben KI-Forscher zu „Weltmodellen“ – neuen Systemen, die die physische Umgebung verstehen. Google DeepMind, Fei-Fei Lis World Labs und Yann LeCun, ehemaliger Chef-KI-Wissenschaftler bei Meta, führen die Entwicklung an. Die MIT Technology Review veranstaltet am Donnerstag, den 21. Mai, eine exklusive Roundtables-Diskussion, um zu erkunden, wohin diese Technologie als nächstes führt. Melden Sie sich an, wenn Sie auf Partys schlau klingen wollen.
In anderen Nachrichten: Google ändert zum ersten Mal seit 25 Jahren sein Suchfeld, Samsung-Mitarbeiter planen einen Streik wegen KI-Gewinnbeteiligung, das Weiße Haus veröffentlicht eine neue Exekutivanordnung zur KI-Sicherheit, und das FBI möchte landesweiten Zugang zu Kennzeichenlesern kaufen – denn was könnte dabei schon schiefgehen? Außerdem bringt Google diesen Herbst neue Smart Glasses auf den Markt (weil der erste Versuch so gut lief), und OpenAI-Mitbegründer Andrej Karpathy ist zum Rivalen Anthropic gewechselt, was beweist, dass in der KI-Welt Loyalität so flüchtig ist wie ein virales Meme.
Schließlich enthält ein Buch über die Auswirkungen von KI auf die Wahrheit falsche Zitate, die von KI erstellt wurden – was entweder ironisch oder vorhersehbar ist, je nachdem, wie viel Vertrauen Sie in die Menschheit haben. Und eine vermisste Katze wurde nach fünf Jahren und 270 km Entfernung wieder mit ihrem Besitzer vereint, dank eines alten Facebook-Posts. Vielleicht ist das Internet also doch nicht ganz schlecht.