Coca-Cola, der Getränkegigant, der alles von zuckerhaltigem Sprudelwasser bis zu edler Milch herstellt, hat bestätigt, dass eine seiner Tochtergesellschaften gehackt wurde. In einer Einreichung bei der US-Börsenaufsicht SEC gab das Unternehmen bekannt, dass seine Fairlife-Milchmarke von Ransomware getroffen wurde, was sie zwang, die Produktion in den gesamten Vereinigten Staaten vorübergehend einzustellen. Denn nichts sagt 'frische Milch' wie ein Cyberkrimineller, der Ihr Pasteurisierungssystem als Geisel hält.

Der Fairlife-Betrieb in Kanada hingegen nippt offenbar unbeeindruckt an Lattes, wahrscheinlich weil die Hacker sich nicht die Mühe machen wollten, das metrische System zu lernen. Coca-Cola, ein Unternehmen mit Tentakeln in kohlensäurehaltigen Getränken, Wasser und Milch, erwartet, dass Fairlife bis 2024 etwa 4 Milliarden Dollar Umsatz einfahren wird – vorausgesetzt, Ransomware wird nicht zu einer dauerhaften Zutat.

Dies ist nicht das erste Mal, dass die Lebensmittel- und Getränkeindustrie durch Cyberangriffe sauer aufgestoßen wurde. Frühere Vorfälle bei Arizona Beverages im Jahr 2019 und dem Lebensmittelvertrieb UNFI im letzten Jahr verursachten wochenlanges Produktionschaos und leere Supermarktregale. Denn nichts sagt 'wir schätzen Ihr Geschäft' wie ein Hacker, der Ihre Lieferkette in ein digitales Whack-a-Mole-Spiel verwandelt.

Coca-Cola hat nicht angegeben, wann die Systeme von Fairlife wiederhergestellt sein werden, und lässt uns fragen, ob die Hacker Zahlung in Milch oder einfach eine lebenslange Versorgung mit Diet Coke verlangt haben.