All die Nervosität, Hoffnung und Vorfreude, die mit der Vorbereitung auf ein Date einhergehen, verschmelzen in Tia-Renee Mullings' Coming-of-Age-Stück A to B. Erzählt in zwei getrennten, sich überschneidenden Monologen, bereiten sich Brianna (Zakiyyah Dean) und Armani (Sheyi Cole) auf einen Abend vor, der ihr Leben zum Besseren wenden könnte – oder furchtbar schiefgehen. Von gemeinsamen Freunden zu einem Blind Date verabredet, haben sie nur ein Foto als Anhaltspunkt. Ein Szenario, das viele in der heutigen, von Dating-Apps befeuerten Welt wiedererkennen werden. Doch diese Angst reicht nicht aus, um die Spannung über 80 Minuten aufrechtzuerhalten. Für Brianna und Armani läuft nichts nach Plan: Brians jüngere Schwestern ruinieren ihr Outfit, und eine Wasserpistole zerstört ihre Frisur; Armani verpasst seinen Friseur und endet mit dem schlechtesten Haarschnitt seines Lebens. Nach einer Weile wird die unerbittliche Kette von Missgeschicken vorhersehbar, und die Dinge fühlen sich an, als würden sie sich im Kreis drehen. Den Schein zu wahren ist eine Rüstung, aber wir sehnen uns nach etwas Tieferem. Gelegentlich erhaschen wir einen Funken: Dean zeigt Brianna als jemanden, der sich danach sehnt, geliebt zu werden, während Coles Armani es wagt zu hoffen, dass sein Date hinter sein gescheitertes Image blicken wird. Unter der Regie von Ewa Dina erscheinen Zeitstempel auf einem Bildschirm, und das Drehbuch singt durch lyrische Spoken-Word-Passagen und rhythmische Wortwechsel. Mullings' Worte pulsieren mit den Texturen des südLondoner Lebens und zeichnen das britisch-jamaikanische Leben in lebendigen Farben. Dies ist der Beginn einer wunderschönen modernen Liebesgeschichte – wir brauchen nur ein wenig mehr von der Geschichte, damit sie sich vollständig anfühlt.