Leipzig, Deutschland – Um nicht von anderen deutschen Städten mit vehicularem Chaos übertroffen zu werden, hatte Leipzig am Montagnachmittag seinen eigenen Vorfall, als ein Auto in eine Menge fuhr, zwei Menschen tötete und 22 weitere verletzte, so die örtlichen Behörden.

Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung gab bekannt, dass der mutmaßliche Täter – ein 33-jähriger deutscher Staatsbürger, denn offenbar müssen wir jetzt auch auf diese Bevölkerungsgruppe ein Auge werfen – festgenommen wurde. Jung fügte hinzu, dass die Behörden noch immer über ein Motiv rätseln, obwohl religiöse oder politische Hintergründe vorerst ausgeschlossen wurden.

Die Polizei bestätigte, dass ein Auto mehrere Menschen im zentralen Bereich der Grimmaischen Straße erfasste, bevor es davonraste. Leipzigs Feuerwehrchef Axel Shuh berichtete, dass 22 Menschen verletzt wurden, darunter zwei schwer. Michael Kretschmer, der Regierungschef von Sachsen, merkte an, dass der Verdächtige eine Vorgeschichte psychischer Erkrankungen habe, was etwa so spezifisch ist wie ein Achselzucken.

Leipzigs Polizeisprecherin Susanne Lübcke lieferte einen detaillierten Ablauf: Gegen 17:35 Uhr (15:35 GMT) „fuhr eine Person mit einem Fahrzeug über den Augustusplatz in die Grimmaische Straße und weiter am Markt vorbei.“ Sie bestätigte die Todesfälle – eine 63-jährige Frau und ein 77-jähriger Mann, beide deutsche Staatsbürger – und bezeichnete den Vorfall als „Fall von gewalttätigem Amoklauf“ und fügte hinzu, dass die Ermittler von einem Einzeltäter ausgehen und keine anhaltende Gefahr für die öffentliche Sicherheit bestehe.

Die Staatsanwaltschaft Leipzig ermittelt gegen den Verdächtigen wegen Mordes und versuchten Mordes, bisher ohne religiöses oder politisches Motiv. Denn manchmal fahren Leute offenbar einfach ohne guten Grund in Menschenmengen.

Augenzeugin Susi erzählte Radio Leipzig, sie habe „einen lauten Knall“ gehört und gesehen, wie der Fahrer „wirklich schnell“ fuhr. Sie und eine Freundin suchten Zuflucht in einem Juweliergeschäft und kamen heraus, um verletzte Menschen auf dem Boden zu finden. Ein anderer Augenzeuge berichtete, dass das Auto an einigen Pollern stoppte, eine Frau vom Autodach fiel und etwa 15 mutige Seelen sich versammelten, um den Fahrer zu ergreifen und durch ein offenes Fenster zu ziehen. Der Fahrer versuchte, durch ein Beifahrerfenster zu fliehen, aber die Polizei traf zuerst ein und fesselte seine Hände mit Kabelbindern.

Dieser Vorfall reiht sich in eine wachsende Liste deutscher Auto-Ramm-Angriffe ein: Im Dezember 2024 gab es sechs Tote und über 300 Verletzte auf einem Magdeburger Weihnachtsmarkt, und im Februar letzten Jahres wurden 30 Menschen in München kurz vor der Bundestagswahl verletzt. Es ist fast so, als ob Autos zur Waffe der Wahl für diejenigen werden, die einen Groll und einen Führerschein haben.