Anthropic setzt voll auf die Idee, dass die beste menschliche Aufsicht gar keine Aufsicht ist. Ab dem 14. August wird der Auto-Modus von Claude Code fuer Pro-, Max- und Team-Konten der Standard sein, was bedeutet, dass Programmierer der KI noch mehr vertrauen muessen. Denn wer braucht schon laestige Genehmigungsabfragen, wenn man eine KI hat, die nur bei 'irreversiblen, destruktiven oder ausserhalb der eigenen Umgebung zielenden' Aktionen stoppt? Sicher, das deckt vieles ab, aber was ist mit den kleinen, reversiblen, nicht-destruktiven Fehlern, die trotzdem deinen Dienstag ruinieren?

Anthropic teaserte den Auto-Modus erstmals im Maerz an und pries ihn als perfekte Balance zwischen Geschwindigkeit und Kontrolle. Jetzt lassen sie ihn auf die Massen los, bewaffnet mit einer Studie, die zeigt, dass der Auto-Modus bei Tests mit 1.053 bezahlten Testern 89% der schaedlichen Aktionen abfing, waehrend arme, abgelenkte Menschen nur 13,6% schafften. Das Unternehmen deutet an, dass manuelle Ueberpruefung ein verlorener Kampf sei, da Nutzer ohnehin 97% der Genehmigungsabfragen bewilligen - eine Statistik, die entweder etwas ueber menschliche Selbstzufriedenheit oder ueber die laecherlich vernuenftigen Abfragen aussagt.

Claude-Code-Chef Boris Cherny ist voll dabei und verkwendet auf X: 'Das Team und ich nutzen den Auto-Modus ausschliesslich und das seit vielen Monaten. Ich kann mir nicht vorstellen, zu Genehmigungsabfragen zurueckzukehren!' In der Zwischenzeit hat Anthropic still und leise Sicherheitsnetze wie Prompt-Injection-Screening und anpassbare Hard-Deny-Regeln hinzugefuegt, um Datendiebstahl zu verhindern. Denn was koennte schon schiefgehen, wenn man die KI zum Chef macht und ihr einen 'Hard-Deny'-Knopf gibt?