SpaceX erster Gewinnbericht: Umsatz steigt, Ausgaben explodieren, Anleger weiterhin unbeeindruckt
SpaceX erster Gewinnbericht zeigt verdoppelten Umsatz, aber vervierfachte Ausgaben, was zu einem Verlust von 2 Milliarden Dollar und einem Aktienrückgang führt - denn 'unterschätzt' bedeutet offenbar 'Geld verbrennen, als wäre es morgen vorbei'.
SpaceX, das Raketen- und Satellitenunternehmen, das zufällig auch eine Social-Media-Plattform besitzt, hat endlich seinen ersten vierteljährlichen Gewinnbericht veröffentlicht, und die Zahlen sind eine wilde Fahrt. Der Umsatz hat sich fast verdoppelt auf 7,8 Milliarden Dollar (5,8 Milliarden Pfund), aber die Ausgaben sind völlig durchgedreht, um mehr als 550% auf 18,3 Milliarden Dollar gestiegen, was zu einem Nettoverlust von 2 Milliarden Dollar in der ersten Jahreshälfte führte. Natürlich.
Die Aktie fiel daraufhin im nachbörslichen Handel um fast 9%, was Elon Musk dazu veranlasste, den Anlegern zu sagen, sie würden das Unternehmen 'unterschätzen'. Denn nichts sagt 'unterschätzt' wie ein Verlust von 2 Milliarden Dollar.
Musk setzt stark auf Starlink, den einzigen profitablen Teil des Geschäfts, der im zweiten Quartal 1,6 Milliarden Dollar einbrachte. Er prophezeite kühn, dass es eines Tages 'den größten Teil des Internets der Welt' betreiben könnte. In der Zwischenzeit verliert das KI-Computing-Geschäft des Unternehmens 1,2 Milliarden Dollar bei einem Umsatz von 2,5 Milliarden Dollar, aber Musk sagt, das sei in Ordnung, weil Rechenzentren 'ein triviales Problem im Vergleich zur Herstellung wiederverwendbarer Raketen' seien. Sicher, Elon.
Das Kerngeschäft mit Raketen von SpaceX verlor ebenfalls 542 Millionen Dollar, obwohl es einen Umsatz von 962 Millionen Dollar einbrachte. CFO Bret Johnson sagte, die Investitionsausgaben würden auf einem 'sehr ähnlichen' Niveau bleiben, was entweder beruhigend oder beängstigend ist.
Trotz der roten Zahlen glaubt Musk, dass SpaceX bis 2030 einen Umsatz von 1 Billion Dollar erreichen wird, ein Jahr früher als er noch vor sechs Wochen dachte. Dieser Optimismus hinderte die Aktien jedoch nicht daran, nach Börsenschluss weitere 7% zu fallen.
Investorin Wendy Souvannarath von Carré Partners verteidigte den Ausgabenrausch und wies darauf hin, dass jeder Technologieriese es tut, und dass Starlinks Himmelsnetzwerk eine Lösung für die halbe Welt mit schlechtem Internet sei. Analyst Brady Wang von Counterpoint Research sagt, die Abonnements von Starlink seien 'stark', aber es sei die einzige profitable Einheit, daher sei es 'eine Übertreibung', das gesamte Unternehmen als 'unterschätzt' zu bezeichnen, so Fabien Yip von IG.
Und vergessen wir nicht Musks politische Kontroversen, die ein 'lebendiges Risiko' für das Unternehmen bleiben. Die Aktie von SpaceX ist von ihrem Juni-Hoch von 176 Dollar abgerutscht und wird nun unter ihrem IPO-Preis von 135 Dollar gehandelt. Aber hey, wenigstens war der Gewinnbericht interessant.
The Good Times
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