Moira Deeming zieht Klage gegen eigene Partei zurück und bietet Ölzweig, eingewickelt in 12 Seiten
Moira Deeming zieht ihre Klage gegen die eigene Partei zurück und bietet einen 12-seitigen Mediationsvorschlag an, während sie den Unterschied zwischen einem Kopfgriff und einem Kragen-Krawatten-Griff klärt.
Die liberale Abgeordnete des viktorianischen Parlaments, Moira Deeming, hat ihre rechtlichen Schritte gegen die viktorianische Liberale Partei eingestellt – offenbar in der Erkenntnis, dass die eigene Mannschaft zu verklagen der Mannschaftsmoral abträglich ist. Deeming hatte am 3. Juli eine Klage in letzter Minute vor dem Obersten Gerichtshof gegen Parteipräsident Brian Loughnane eingereicht, nachdem sie dem ehemaligen Vorsitzenden Matthew Guy Körperverletzung vorgeworfen hatte – nur damit die viktorianische Polizei „keine Straftat feststellte“.
Deeming gab am späten Mittwoch bekannt, dass sie den Fall zurückgezogen habe, und behauptete, die einstweilige Verfügung habe „genau das erreicht, was sie erreichen sollte“ – nämlich ihr Zeit zu geben, sich von Jetlag und Krankheit zu erholen, die Fakten zu prüfen und den Unterschied zwischen einem Kopfgriff und einem „Kragen-Krawatten-Griff“ zu lernen. Sie schickte einen 12-seitigen Mediationsvorschlag an die Landesexekutive der Partei, die nun vor der Wahl steht: entweder Mediation zu betreiben oder vor der Landtagswahl im November die Aberkennung der Kandidatur voranzutreiben.
CCTV-Aufnahmen von einer Mai-Veranstaltung zeigten, wie Guy seine Hand auf Deemings oberen Rücken legte, als sie sich zum Reden vorbeugten. Die Polizei überprüfte die Aufnahmen und kam zu dem Schluss, dass keine Straftat vorlag. Deeming hatte Guy ursprünglich beschuldigt, sie „gewaltsam“ in einen Kopfgriff genommen zu haben, stellte aber später klar, dass sie „die Bedeutung von Kopfgriff missverstanden“ habe. Guy seinerseits sagte, Deeming schulde ihm eine öffentliche Entschuldigung, und fügte hinzu, er habe „vehement bestritten“, dass etwas Unangemessenes passiert sei. Die liberale Vorsitzende Jess Wilson lehnte eine Stellungnahme ab und verwies darauf, dass die Angelegenheit „vor Gericht“ sei – oder zumindest war sie das bis Mittwoch.
The Good Times
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