Burnley hat seinen bahnbrechenden Rechtsstreit gegen Everton wegen Verstoßes gegen die Finanzregeln der Premier League gewonnen, wobei der Verein zu einer Zahlung von fast 40 Millionen Pfund Schadensersatz verurteilt wurde. Das Urteil einer unabhängigen Disziplinarkommission der Premier League – bestehend aus demselben Dreiergremium, das Everton im November 2023 wegen desselben Verstoßes zehn Punkte abgezogen hatte – hat weitreichende Auswirkungen auf den Wettbewerb und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass weitere Vereine wegen PSR-Verstößen rechtliche Schritte einleiten.

Burnley verklagte Everton, nachdem sie am Ende der Saison 2021/22 in die Championship abgestiegen waren. Everton wurden zehn Punkte abgezogen, weil sie im Vierjahreszeitraum bis Juni 2022 gegen die PSR-Regeln verstoßen hatten, obwohl dieses Urteil erst im November 2023 gefällt wurde. Die Strafe wurde später auf sechs Punkte reduziert. Die Regeln der Premier League erlauben es Vereinen, von anderen Vereinen, die gegen Regeln verstoßen haben, Schadensersatz zu fordern.

Everton sagte: „Der Everton Football Club ist überrascht und verärgert über die Entscheidung einer unabhängigen Disziplinarkommission der Premier League, eine Schadensersatzzahlung an den Burnley Football Club im Zusammenhang mit Evertons PSR-Verstoß im Juni 2022 anzuordnen. Everton hat gegen die Entscheidung Berufung eingelegt und ist fest davon überzeugt, dass das Urteil sowohl rechtlich als auch tatsächlich grundlegend fehlerhaft ist. Der Verein erkennt die Feststellungen des Gremiums nicht an, dass Burnleys Abstieg aus der Premier League im Mai 2022 durch einen sportlichen Vorteil verursacht wurde, den Everton aufgrund eines Verstoßes gegen die Gewinn- und Nachhaltigkeitsregeln erlangt hat, für den bereits eine substanzielle sportliche Sanktion verhängt wurde. Dieses Urteil schafft einen gefährlichen und undurchführbaren Präzedenzfall für den englischen Fußball, da es auf dem Prinzip beruht, dass ein Verein zu jedem Zeitpunkt eines Geschäftsjahres gegen Finanzregeln verstoßen kann. Everton glaubt, dass das Urteil die klaren Beweise, die von seinen Rechtsvertretern vorgelegt wurden, falsch darstellt und dass eine Berufung erfolgreich sein wird.“